Weltcup — 17 Nov 2022

Wir sind stolz auf unsere neue Partnerschaft mit Lara Colturi, einem der grössten Talente im alpinen Skisport. Lara ist erst 16 Jahre alt und damit eine der jüngsten Athletinnen im Skiweltcup. Trotz ihrer jungen Karriere hat sie ihr Potenzial bereits gezeigt und beeindruckende Erfolge gefeiert – und wir sind überzeugt – das Beste kommt noch.

Aber wer ist Lara Colturi? Wir möchten sie vorstellen:

Lara ist die Tochter von Daniela Ceccarelli, der Olympiasiegerin im Super-G von 2002. Wir haben Lara ein paar Fragen gestellt – über das Family-Team, ihre grössten Erfolge und wie es ist, die Jüngste im Skiweltcup zu sein.

 

Steckbrief Lara Colturi

Geburtsdatum: 15. November 2006

Heimatort: Cesana Torinese, Italien

Nation: Albanien

Disziplinen: Slalom, Riesenslalom, Super G, Kombination

Ski: Blizzard

Stöcke: Swix

Wachs & Tools: TOKO

 

Was ist deine Lieblingsdisziplin?

Ich mag alles am Skifahren, es gibt nicht die eine Disziplin, die ich am meisten mag. Ich geniesse es Kurven zu fahren und jedes Mal besser und schneller zu werden. Ich trainiere und fahre Rennen vor allem in den technischen Disziplinen Slalom und Riesenslalom, aber ich mag auch die Speedrennen und hatte schon die Gelegenheit mit 120 km/h Rennen zu fahren und 40 Meter zu springen.

Was war dein bisher grösster Erfolg?

Ich hatte viele gute Ergebnisse in den Kinder- und Jugendkategorien und als meiner Mutter die Rolle des technischen Direktors des albanischen Skiteams angeboten wurde, habe auch ich 2022 zum albanischen Verband gewechselt. Dadurch kann ich weiterhin von meinen Eltern unterstützt werden (auch auf der Piste) und ohne besondere Einschränkungen an unterschiedlichsten Rennen teilnehmen. In meiner ersten Saison in der FIS-Kategorie habe ich diesen Sommer den Südamerika-Cup gewonnen. Das ist mein bestes Ergebnis und meine beste Erfahrung in meiner bisherigen Karriere. Ich habe dort erstaunliche Orte gesehen und viele interessante Menschen und Freunde kennengelernt und eine tolle Reise erlebt.

Wie sieht dein Team aus?

Meine Mutter und mein Vater sind meine Trainer. Wir sind so etwas wie ein Family-Team. Meine Mutter kümmert sich um meine Skitechnik und meine körperliche Fitness, mit Unterstützung von Fitnesstrainer Antonio Squillante und dem BioTekna Performance Center. Papa ist für die Rennstrategie und die Analyse der Rennläufe zuständig, und er ist mein Servicemann bei Blizzard. Er kümmert sich auch um das Tuning meiner Ski mit der tollen Unterstützung von TOKO. Er weiss alles über Ski - ich vertraue ihm total und lerne viel von ihm.

Was machst du, wenn du nicht gerade Ski fährst?

Ich denke, ich bin ein normales Mädchen in meinem Alter. Wenn ich nicht Ski fahre, lerne ich für die Schule, reise gerne, fotografiere, mache Sportarten wie Eislaufen und Tennis und spiele gerne Klavier. Manchmal verbringe ich auch gerne ein paar faule Stunden vor dem Fernseher, wie jedes 16-jährige Mädchen.

Wann bist du das erste Mal auf Skiern gestanden?

Ich hatte meine ersten “Spiel Ski”, als ich etwa ein Jahr alt war. Ich mochte sie sehr, und ich war so klein, dass ich manchmal mit den Ski einschlief. Meine erste Erinnerung an Schnee und Skifahren sind von St. Moritz. Da war ich etwa drei Jahre alt, meine Mutter nahm an einem Rennen teil, und ich spielte dort im Schnee herum und bin Ski gefahren.

War es für dich schon als Kind klar, dass du Skifahrerin werden würdest? 

In meiner Familie ist Skifahren sehr wichtig - schon immer. Mein Urgrossvater Lorenzo Colturi hat 1932 an den Olympischen Spielen in Lake Placid teilgenommen, mein Vater ist Skitrainer und Skirennleiter, meine Mutter fuhr im Ski Weltcup und hat 2002 die Olympischen Spiele im Super-G gewonnen. Auch mein jüngerer Bruder Yuri fährt Ski. Ich bin sozusagen auf der Piste aufgewachsen, im Winter in Sestriere, in der Nähe meiner Heimat, und im Sommer in Les Deux Alps, wo meine Eltern in dem von ihnen geleiteten Skiclub arbeiten. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Skifahren in meinem Leben eine grosse Rolle spielen würde, war somit gross. Bis zu meinem 13. Lebensjahr habe ich auch Wettkämpfe im Eiskunstlauf bestritten, aber ich bin froh, dass ich mich jetzt auf den Skirennsport konzentrieren kann. Aber in meiner Freizeit weiter ziehe ich zum Spaß Schlittschuhlauf immer wieder die Schlittschuhe an.

Wie ist es, eine der jüngsten Skifahrerinnen im Ski-Weltcup zu sein?

Das Alter ist nicht etwas, worauf ich sehr achte. Ich denke, es ist von Vorteil, dass ich schon in jungen Jahren bei den grossen Rennen und auf den Weltcupstrecken dabei sein darf und so früh Erfahrungen sammeln kann. Aber ich bin mir auch bewusst, dass alles ein Prozess ist, und ich muss immer Schritt für Schritt gehen, viel lernen und mich Tag für Tag und Rennen für Rennen verbessern.

 

Lara Colturi ist nicht nur eine talentierte Skifahrerin, sondern auch ein tolles Mädchen. Ihre Vorbilder sind die Superstars der letzten Jahre, Marcel Hirscher und Mikaela Shiffrin. Nun tritt Lara in den Weltcup Rennen gegen Mikaela Shiffrin an, die sich in den letzten Wochen in einem Interview mit Sport1 auch über Lara geäussert hat: "Sie hat ein ziemlich solides Skifahren, einen ziemlich soliden Stil, viel Geschwindigkeit, und diese Art Instinkt: Sie weiss, wie sie den Fuss des Berges findet. Das ist etwas, das ich über die Dauer meiner Karriere entwickeln musste, sie scheint es von Natur aus zu haben. Es wird interessant, zu sehen sein, wie sie sich in den kommenden Jahren entwickelt."  Worte, die für sich selbst sprechen...

Wir sind stolz darauf, diese junge, talentierte Skiläuferin zu unterstützen und freuen uns auf den gemeinsamen Weg. Wir wünschen Lara alles Gute für die Saison und ihre Karriere!