Mein YouTube Video

Racing Experte “Otto lüftet” die Geheimnisse der Jet Top Finish Familie

Wer früh am Morgen an einer Weltcuppiste vorbeikommt, hört ein vertrautes Geräusch: Klingen schaben, Bürsten laufen, Paraffin liegt in der Luft. Noch bevor die Athleten wach sind, beginnt für die Serviceteams der eigentliche Wettkampf – der um den perfekten Ski. 

Mitten in diesem unsichtbaren Rennen arbeitet jemand, der über zwei Jahrzehnte in der Toko-Racingwelt zuhause ist: Torsten „Otto“ Thrän. Und ein Satz, den Otto seit Jahren predigt, taugt als Fundament für jeden, der schnelle Ski möchte – egal ob im Weltcup, beim Weissen Ring, Inferno oder beim Engadin-Skimarathon: 

„Ein Skibelag ist wie ein Schwamm. Nur ein gut gesättigter Ski kann wirklich schnell sein.“ 

Dieser einfache Gedanke erklärt erstaunlich viel. Denn seit der Abschaffung fluorhaltiger Wachse hat sich in der Praxis weniger verändert, als viele befürchtet hatten. Die heutigen Paraffine sind etwas härter, ja, und sie verlangen ein bisschen mehr Wiederholungen, bis der Belag wirklich gesättigt ist. Aber der Ablauf bleibt derselbe: Paraffin ist und bleibt die Basis. Wer den Ski mehrfach sättigt – ruhig auch ein drittes Mal – baut die Grundlage für alles, was danach kommt. 

Und „alles, was danach kommt“, hat bei Toko einen Namen: die Jet Top Finish-Familie. 

Powder, Liquid, Bloc – warum drei Produkte ein Team bilden

Wer sich länger mit Skiwachspflege beschäftigt, spürt schnell, dass es hier selten Schwarz oder Weiß gibt.  Die Die Jet-Familie besteht aus drei Top-Finishes, die nicht gegeneinander antreten, sondern sich perfekt ergänzen. Früher dominierte das Pulver – heute laufen die meisten Rennen auf Liquid. Dennoch hat jedes Produkt eine klare Aufgabe. 

  • Jet Powder
    spielt seine Stärken bei kalten, kantigen oder künstlich scharfen Bedingungen aus. Es wirkt ausserdem wie ein Primer, verbindet sich hervorragend mit dem Paraffin und schafft eine haltbare Basis, die mit Liquid und Bloc optimal harmoniert. 
     

  • Jet Liquid 
    ist inzwischen das zentrale Finish im Rennsport. Ein Grossteil der Weltcuprennen werden darauf gelaufen – vor allem, weil fluorfreie Liquids bei höherer Schneefeuchte extrem gut performen. Sobald die Kristalle etwas feuchter werden, gleiten Liquids leichter an, schneller, direkter. Für viele Bedingungen ist Jet Liquid heute das schnellste, unkomplizierteste Top-Finish überhaupt. 
     

  • Jet Bloc,
    der Jüngste im Trio – und vielleicht der Allrounder, den viele Hobbyläufer unterschätzen. Richtig eingearbeitet – erst ins Vlies, dann Horsehair, dann Wolle – liefert der Jet Bloc Bloc ein sehr feines und verlässliches Finish. Otto vergleicht ihn gerne mit einem Schweizer Taschenmesser: etwas, das man praktisch bei jedem Rennen dabeihaben kann, weil man kaum etwas falsch macht. 

Die wahre Magie liegt in der Kombination 

Im Weltcup hat sich eine Reihenfolge etabliert, die fast schon klassisch wirkt: ein gut gesättigter Ski, darauf Jet Powder als Primer, anschliessend Jet Liquid als Geschwindigkeits-Booster und zum Abschluss oft noch ein Hauch Jet Bloc, um das Gefühl auf dem Schnee zu verfeinern und die Haltbarkeit zu verlängern. 

Bloc nach Liquid - das mag nach „Gürtel und Hosenträger“ klingen – doch in langen Rennen oder bei wechselnden Bedingungen ist genau das der Unterschied zwischen „gut“ und „sehr gut“. 

Für viele Volksläufer und Hobbyrennfahrer klingt diese Kombination vielleicht komplex. Doch das Entscheidende ist nicht, immer alles zu verwenden – sondern das Richtige, passend zu den eigenen Bedingungen. Trockener Schnee? Bloc ist oft ideal. Kalte, aggressive Strecke? Powder hilft. Feuchte Spur? Liquid gewinnt fast immer. 

Der häufigste Fehler: Zu viel des Guten

Ein Punkt, den Otto immer wieder beobachtet, betrifft die Dosierung von Jet Liquid. Viele Hobbyläufer dazu, einfach „etwas mehr“ zu nehmen – in der Hoffnung, dass viel auch viel hilft. In Wahrheit passiert das Gegenteil. Zu viel Liquid wirkt «schwer» verändert das Fahrgefühl. 

Die Profis arbeiten deshalb mit Waage und Sekundengefühl: dünn, gleichmässig, eher sparsam. Zwei Sekunden aufsprühen reichen. Der Ski dankt es. 

„Weniger ist oft besser – und schneller.“ 

Am Ende zählt weniger die Produktmenge als die Kombination

Wer seinen Ski gut sättigt, und anschliessend das passende Jet-Finish wählt, Powder, Liquid, Bloc oder eine Kombination daraus – ist bereits näher an Weltcup-Niveau, als er denkt. Das Verständnis für den richtigen Aufbau bringt mehr als fünf verschiedene Produkte auf einmal. Und Toko erstellt bei vielen Breitensport-Events einen Wachstipp mit professioneller Empfehlung.

Und das ist vielleicht die wichtigste Botschaft, die Otto jedem Breitensportler mitgibt: 


«Ein gut gesättigter Ski, ist die halbe Miete. Er ist bereit, die Jet Top-Finishes aufzunehmen, reagiert gut und zuverlässig. Und wer nicht in den Produktdschungel abbiegt, sondern gezielt arbeitet, erlebt genau das, was die Jet-Familie ausmacht: spürbare Geschwindigkeit, fühlbare Leichtigkeit – und das schöne Gefühl, mit Material unterwegs zu sein, das seinen Job perfekt macht.» 

So funktionierts

Anwendungsvideos und Tipps in der Toko Wax Academy